Der Ottomotor

Der Ottomotor – eine historische Erfindung

Als der Ottomotor entwickelt wurde, war wohl kaum zu erwarten, welche neuen Möglichkeiten er auf Dauer eröffnen würde. Nicolaus August Otto beschäftigte sich Mitte des 19. Jahrhunderts mit Verbrennungsmotoren. Er war es, der 1862 auf die Idee des Viertaktprinzips kam.

Die erste Maschine mit ihren vier Zylindern, die er danach baute, war noch kein gelungenes Experiment. Doch Otto gab nicht auf und konnte 1876 seine Vorstellungen endlich in die Tat umsetzen. Der Viertaktmotor, den er erfand, hatte einen separaten Verdichtungstakt zu bieten und eine passende Ventilsteuerung – beides Neuerungen, die es bis dahin nicht gegeben hatte. Das Ergebnis wurde sofort als „Ottos neuer Motor“ verkauft und ist heute schlicht als Ottomotor bekannt.

Die Weiterentwicklung

Otto selbst hatte bereits 1864 mit einem Partner die allererste Motorenfabrik der Welt gegründet. Ab 1872 hieß dieses Unternehmen Gasmotoren-Fabrik Deutz AG und hatte Gottlieb Daimler in der Direktion. Dieser hatte in Wilhelm Maybach einen Konstrukteur mitgebracht, der versucht, im Ottomotor Benzin zu verbrennen.

Otto weitete seine Erfindung auf Motoren mit mehreren Zylindern aus, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. 1880 fährt ein Schienenwagen erstmals mit dem neuen Ottomotor. Das 1877 erworbene Patent auf den Viertakter wird im Jahr 1886 aufgehoben. So konnten auch andere Unternehmen Viertaktmotoren bauen, was die Motorenindustrie rasch wachsen ließ. Der Ottomotor machte die Entwicklung der ersten Automobile erst möglich.

Die Erfindung des Ottomotors war revolutionär.

Die Erfindung des Ottomotors war revolutionär.

Diesel- und Ottomotor als häufigster Fahrzeugantrieb

Der Ottomotor ist ein Verbrennungsmotor, der fremdgezündet wird. Das bedeutet, dass die Verdichtung nicht hoch genug ist, um sich selbst zu entzünden. Also wird mit Zündkerzen nachgeholfen. Durch diese findet eine korrosionsfreie Zündung des Reaktionsgemisches statt. Dem gegenüber steht der Dieselmotor, bei dem das Gemisch aus Luft und Brennstoff so dicht ist, dass es von selber zünden kann. Diese beiden Verbrennungsmotoren werden am häufigsten in Fahrzeugen genutzt.

Weitere Alternativen

Der 1957 von Felix Wankel erfundene Wankelmotor schien in den 1960er Jahren der Motor der Zukunft zu werden. Statt der Kolben wurde hier eine Scheibe genutzt, die sich die ganze Zeit drehte. Der Kreiskolbenantrieb ging im NSU Wankel „Spider“ 1964 erstmals in Serie, konnte sich aber letztlich doch nicht durchsetzen.

Heute gilt der Elektromotor als das Modell der Zukunft. Arbeitet der Ottomotor mit dem Prinzip der Verbrennung, setzt der Elektromotor auf elektrische Energie. Ein Elektromotor wirft geringere Betriebskosten auf und hat einen höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren. Während die CO2 produzieren, hat ein Elektroantrieb keine solchen umweltbelastenden Nachteile. Noch steht die Reichweite der Akkus und die lange Dauer der Wiederaufladung der Verdrängung von Verbrennungsmotoren allerdings im Weg.

Eine preisgünstige Antriebsvariante zum Benzin ist momentan Autogas. Das Gemisch aus Propan und Butan kann einer Umrüstung in einem Ottomotor genutzt werden.

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